Herner Str: Tempo 30 bleibt

Ausschuss lehnt AfD-Antrag ab

Der Ausschuss für Infrastruktur und Mobilität hat in seiner gestrigen Sitzung einen Antrag der AfD abgelehnt, das Tempolimit auf der Herner Str. aufzuheben. Seit dem 24.10.2018 gilt auf der Herner Str. in Bochum, zwischen den Autobahnen A40 und A43 eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf Tempo 30.

Für die Stadtverwaltung war dies die schnellste Möglichkeit mögliche Dieselfahrverbote auf Grund von zu hohen Stickstoffoxid-Werten zu umgehen. Die EU hat allerdings kürzlich einer geplanten Änderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes zugestimmt, bei der Städte bei einer geringfügigen Überschreitung des Grenzwertes von 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft nicht zwingend Fahrverbote erlassen müssen. Somit ist mit gerichtlichen Anordnungen von Fahrverboten nicht mehr zu rechnen.

Wie aus dem Gutachten „Green City Plan Bochum“ ersichtlich, wird der Grenzwert für Stickoxide von 2012 bis 2017 konstant nur geringfügig überschritten. Aktuellere Messwerte liegen nur bis September 2018 vor. Durch das aktuelle Fahrverbot für Lastkraftwagen über 7,5 Tonnen Gesamtgewicht ist mit einer weiteren Reduzierung des Wertes zu rechnen.

Die Temporeduzierung auf der Herner Str. hat im Gegenteil zu einer erheblichen Anspannung des Verkehrs und damit zu einer ungewollten Mehrbelastung der Anwohner geführt. Der Verkehr braucht entsprechend länger um das entsprechende Teilstück der Herner Str. zu passieren. Dadurch steigt die Verkehrsdichte weiter an.

„Man sollte langsam wieder den Kopf einschalten und nicht mit blindem Aktionismus weiter machen, der nur die Situation für alle verschlechtert.“ so Jens Wittbrodt, verkehrspolitischer Sprecher der AfD-Ratsfraktion.