Blackout Gefahr – Wie gut ist die Verwaltung vorbereitet?

Deutschland ist ein hoch technisiertes Land und von einer sicheren Energie- und Stromversorgung abhängig. Vielfache Lebensbereiche der Menschen würden ohne Stromversorgung zusammen brechen. Die medizinische Versorgung der Menschen ist dabei nur ein prominentes Beispiel. Im August 2018 erschien zu diesem Thema der Artikel „Europa kann die deutsche Stromversorgung nicht retten.“ in der Welt.

Auch im Focus gab es einen Artikel zu dem Thema, woraus wir einige Passagen zitieren. Zur Auswirkung eines Blackouts heißt es dort (Hervorhebung durch Verfasser): „Aufgrund der nahezu vollständigen Durchdringung der Lebens- und Arbeitswelt mit elektrisch betriebenen Geräten würden sich die Folgen eines langandauernden und großflächigen Stromausfalls zu einer Schadenslage von besonderer Qualität summieren. Betroffen wären alle Kritischen Infrastrukturen, und ein Kollaps der gesamten Gesellschaft wäre kaum zu verhindern." Im Artikel äußert sich auch Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zu der volatilen Einspeisung durch Wind- und Solarstrom: "Das Einspeiseverhalten stresst das Gesamtsystem", und weiter: "Dafür ist das Netz nicht gebaut worden."

Grundsätzlich ist das deutsche Stromnetz durch die Energiewende unter Druck geraten. Weil der Leitungsbau mit dem Ausbautempo der Erneuerbaren Energien nicht mithält, müssen immer wieder Kraftwerke abgeschaltet und Reserveanlagen hochgefahren werden. https://www.focus.de/immobilien/praxistipps/stromausfall-das-passiert-bei-einem-blackout_id_7868566.html?fbclid=IwAR0XPoK3M-T-STgrMj2hdVDfs4KL2Allt1DUnq3ZNCCsNLtDGbjPA4gI2T8Auch in den öffentlich-rechtlichen Medien wurden mehrmals die Folgen eines mehrtägigen Blackouts beschrieben.

Die AfD-Ratsfraktion fragt deswegen an:

1. Für wie wahrscheinlich hält die Verwaltung die Gefahr eines mindestens 12 bzw. 24 Stunden andauernden Blackouts für Bochum?
2. Hat sich aus Sicht der Verwaltung die Gefahr eines mindestens 12 stündigen Blackouts in den letzten Jahren verändert und wenn ja: Ist die Gefahr gestiegen oder gefallen?
3. Was sind die Hauptgründe für einen mindestens 12 stündigen Blackout aus Sicht der Verwaltung?
4. Wie ist die Verwaltung auf einen möglichen mehrstündigen Blackout vorbereitet:
4.1 Welche Notfallpläne liegen vor?
4.2 Ab welchen Blackout-Zeiträumen greifen welche Pläne?
4.3 Wie erfolgt die Kommunikation innerhalb der verschiedenen Einsatzkräfte bei einem mehrstündigen Blackout?
4.4 Wie erfolgt die Kommunikation mit der Bevölkerung bei einem mehrstündigen Blackout
4.5 Wer ist für die Durchsetzung der Notfallpläne verantwortlich?
4.6 Wo sind die Notfallpläne für Mandatsträger einsehbar bzw. abrufbar?
4.7 In welchen Zeitabständen finden Übungen für den Fall eines mehrstündigen Blackouts statt und welche Einsatzkräfte nehmen daran teil?
4.8 Gibt es Notfallpläne für einen großflächigen mehrtägigen Blackout?

Wir bitten um schriftliche Beantwortung bis zur nächsten Sitzung.