Dubiose Geschäfte der Sicherheitsfirmen

Im Sozialausschuss am 08. September 2016 wurden die offensichtlich skandalösen Zustände bei den für die Bewachung von Flüchtlingseinrichtungen beauftragten Sicherheitsdiensten thematisiert. Eines der Unternehmen, die Rheinischen Sicherheitsdienste, hatten dabei ein Subunternehmen eingesetzt, welches wiederum ein oder mehrere andere Subunternehmer beauftragte. Am Ende, so die Darstellung der WAZ, wurden die Angestellten für geleistete Arbeit nicht entlohnt, obwohl die Arbeitsstunden mit der Stadt abgerechnet wurden. Die Mitarbeiter erhielten angeblich weder den gesetzlichen Mindestlohn noch einen Arbeitsvertrag.

Diese Machenschaften sollen bei der Stadt unbekannt gewesen sein. Allerdings wusste die Verwaltung bereits im April, dass die RSD ein Subunternehmen beauftragt hatte. Die Stadt drängte daraufhin die RSD diesem zu kündigen, obwohl im Rahmenvertrag die Einschaltung von Subunternehmen durchaus vorgesehen war. Darüber hinaus wäre eine gründliche Kontrolle auch der nachgeschalteten Unternehmen nötig gewesen, dies schon deswegen, weil sich im Laufe der Zusammenarbeit das Auftragsvolumen zeitweise versechsfachte.

Weil dies nicht geschehen ist, muss sich die Verwaltung nun den Vorwurf der mangelnden Sorgfalt in einem überaus sensiblen Bereich vorwerfen lassen. Zu befürchten bleibt, dass die nun im Raum stehenden Vorwürfe gegen die Sicherheitsdienste nur die Spitze des Eisberges sind. Die abgerechneten Arbeitsstunden verdienen bei der weiteren Aufarbeitung besondere Aufmerksamkeit.