reales-BIP

Daten aus der Annual Macroeconomic Database der Europäischen Union

Weltweit begann im Jahre 2008 die Finanzkrise, die 2009 zu einer schweren Rezession führte. Folglich sanken die Importe aller Länder und die Leistungsbilanzdefizite reduzierten sich in vielen Fällen bereits vor Beginn der Staatsschuldenkrise 2010 – so auch in den Krisenstaaten der Eurozone. Während aber zum Beispiel Deutschland ab 2010 aus der von der Finanzkrise verursachten Rezession herauswuchs, war das in den Krisenstaaten nicht beziehungsweise nicht dauerhaft der Fall. In der oben gezeigten Graphik, in der das BIP aller Staaten vor Beginn der Finanzkrise 2007 auf 100 normiert ist, sieht man deutlich, dass Deutschland sich nach dem Tiefpunkt der Rezession 2009 schnell wieder erholte, während den Krisenstaaten dies nicht möglich war. Keiner der Krisenstaaten hat es bis 2013 vermocht, auch nur das Einkommensniveau von 2007 wieder zu erreichen (also den auf 100 normierten Ausgangswert). Zaghafte Anzeichen für eine Erholung nach 2009 wurden ab Beginn der Eurokrise in ihr Gegenteil verkehrt.