Heinz Buschkowski

Heinz Buschkowski

Heinz Buschkowsky ist der Sohn eines Schlossers und einer aus Schlesien stammenden Sekretärin. Die vierköpfige Familie lebte in Berlin-Rudow in einer Einzimmerwohnung im Keller. Später konnte sie in der Gropiusstadt ein Eigenheim beziehen.

Buschkowsky schlug nach einem Studium zum Diplom-Verwaltungswirt (FH) die gehobene Beamtenlaufbahn ein und arbeitete ab 1973 in mehreren Senatsbehörden. Für die SPD war er zunächst ehrenamtlich in der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung (BVV) tätig. 1979 wurde er zum BVV-Mitglied gewählt, 1985 zum Fraktionsvorsitzenden der SPD in der BVV Neukölln. Buschkowsky zählte vor der „Wende“ zum „Britzer Kreis“, einer einflussreichen rechten Fraktion in der Berliner SPD. 2008 definierte er seine politische Position als Anhänger von Helmut Schmidt. Schmidt war auch der entscheidende Auslöser für Buschkowskys Partei-Eintritt. Buschkowsky ist Mitglied im Bundesparteirat der SPD.

1989 wurde er Finanzstadtrat, in den Jahren 1991 und 1992 Bezirksbürgermeister, von 1992 bis 1995 stellvertretender Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat für Finanzen, Personal und Sport. Von 1995 bis 1999 übte er das Amt des stellvertretenden Bezirksbürgermeisters und Bezirksstadtrats für Jugend und Sport aus. Darüber hinaus übernahm er von November 1999 bis November 2001 die Aufgaben eines Bezirksstadtrats für Gesundheit, Umwelt und Sport. Seit dem 1. Dezember 2001 ist er Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln und Leiter der Abteilung Finanzen, Wirtschaft und Sport.

Am 30. September 2010 wurde er von der Neuköllner SPD einstimmig zum Spitzenkandidaten für die Wahl zur BVV 2011 gewählt. Bei dieser Wahl wurde er als Bezirksbürgermeister bestätigt.

Buschkowsky wohnt mit seiner Ehefrau Christina in Buckow.

Buschkowsky ist als ein Politiker bekannt geworden, der soziale Probleme wie Jugendkriminalität und -arbeitslosigkeit, Zwangsheirat und Ehrenmorde zum Zentrum seiner öffentlichen Stellungnahmen gemacht hat. Dabei stoßen seine Stellungnahmen auf große Zustimmung, aber auch auf schroffe Ablehnung. Er polarisiert damit unter seinen Wählern und innerhalb seiner Partei. Er bezeichnet seine zugespitzten Stellungnahmen als „Grenzverletzungen“, die „ein zulässiges Mittel in der Politik“ seien. Trotz teilweiser Übereinstimmungen in der Integrations- und Sozialpolitik äußerte sich Buschkowsky mehrmals kritisch zu den Thesen seines Parteifreundes Thilo Sarrazin und warf diesem eine Nähe zum Rassismus vor.